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Moische steht wegen Hühnerdiebstahls vor Gericht. Herschel ist als Zeuge geladen. "Halten Sie den Angeklagten für einen Hühnerdieb?" fragt ihn der Richter. Herschel weiß nicht recht, was er sagen soll. "Also, kommen Sie! Sie müssen die Wahrheit sagen", fordert der Richter streng. "Also gut, möchte ich sagen diesen Weg: Der Angeklagte ist zuvorkommend, freundlich, lauter, ehrlich. Aber wenn ich ein Huhn wäre, würde ich mich bei seinem Kommen auf die oberste Stange setzen."
Ein amerikanischer Senator besichtigt eine Synagoge in Tel Aviv, für die die Amerikaner gestiftet haben. Fertig sei sie, haben die Israelis aus Tel Aviv geschrieben. Und nun - er steht vor der Synagoge: Die Außenmauern stehen, die Fenster sind drin - aber die Synagoge hat kein Dach. "Aber!" empört sich der Senator. "Die Synagoge ist ja noch nicht fertig!" "Doch", beeilt sich der Rabbiner zu sagen. "Sie ist schon seit zwei Jahren fertig. Sie hat jetzt nur den Hut vor Ihnen abgenommen."
Der General inspiziert die israelischen Truppen auf der Sinaihalbinsel. "Warum, Herschel, bist du zum Militär gegangen, antworte ehrlich", fragt er. Herschel nimmt Haltung an und macht ein offenes Gesicht. "Es gibt drei Gründe. Erstens liebe ich mein Vaterland Israel über alles. Zweitens gehöre ich zum auserwählten Volk und muß für unser Überleben kämpfen." "Schön", sagt der General, "und was ist der dritte Grund, daß du zum Militär gegangen bist?" "Drei Militärpolizisten haben mich nachts aus dem Bett geholt."
Eisenstein ist seit 30 Jahren nicht mehr nach Tel Aviv gekommen. Jetzt ist er rübergeflogen, wohnt im besten Hotel von Tel Aviv. Und ein Stubenmädchen ist da! Die hat aber auch alles, alles, was Eisenstein sich jemals gewünscht hat. Eine Woche lang verfolgt er das Stubenmädchen, macht ihr Anträge - und schließlich erhört ihn die Kleine. Sie liegt bei ihm im Bett. "Sarah", fragt Eisenstein. "Warum hast du mir solche Schwierigkeiten gemacht? Warum hast du dich so lange gesträubt und bist immer weggelaufen, wenn ich kam?" "Oh, Isaak", sagt Sarah. "Ich habe gedacht, du wolltest ein Extra-Handtuch."
Isaak trifft seinen Freund Grün. "Isaak, komm, laß uns spielen eine Partie Schach." "Nee", sagt Isaak. "Geht nicht. Ist mir gerade meine Frau gestorben, fühle ich mich nicht so recht für Vergnügen." "Ach", sagt Grün. "Komm! Nimm die schwarzen Figuren."
Es war zur Zeit des Vietnam-Krieges: Die Amerikaner hatten im Fernen Osten sehr viel Schwierigkeiten, sie kriegten Haue, daß es nur so krachte. In seiner Not wandte sich der amerikanische Präsident telefonisch an die Präsidentin von Israel, Golda Meir. "Hören Sie, Frau Meir", sagt er am Telefon. "Wir haben Schwierigkeiten in Vietnam, wir brauchen einen fähigen General, der die Sache bereinigt. Können wir denn Ihren General Moische Dajan borgen?" "Selbstverständlich", antwortet Frau Meir. "Fein, fein", freut er sich. "Was wollen Sie denn als Gegenleistung, sozusagen als Leihgebühr. Wieviel?" "Wir möchten gern zwei Generale von Ihnen haben", antwortet die Präsidentin. "Zwei Generale von uns? Phantastisch", sagt der Präsident, weil jemand seine Generale verlangt. "Welche Generale wollen Sie denn?" "General Motors und General Electric."
Ein Israeli ist in Übersee zum Geschäftemachen. Und 21 Tage will er bleiben. Es ergibt sich, daß er früher zurückkommen kann. "Komme drei Tage früher!" telegrafiert er nach Hause. Er kommt. Er öffnet die Tür. Im Korridor ist niemand. Im Wohnzimmer auch nicht. Im Schlafzimmer - im Schlafzimmer sieht er seine Frau mit einem wildfremden Kerl liegen. Sofort geht er zum Rabbi. "Scheiden werd' ich mich lassen", erklärt er. "Meine Frau hat mich betrogen." "Nuna", sagt der Rabbi. "Laß mich erst mal prüfen die ganze Sache." Der Rabbi geht zur Frau. Nach drei Stunden kommt er zurück, triumphierend. "Hast du dich getäuscht!" ruft er schon vor der Tür dem Ehemann zu. "Wieso hab ich mich getäuscht?" "Nuna - hat deine Frau das Telegramm nicht gekriegt."
Die Lehrerin hat Isaak nach Hause geschickt mit einem Brief an den Vater, daß Isaak so unsauber sei und daß er rieche. Am andern Tag bringt Isaak einen Brief mit in die Schule. "Was hat dein Vater gesagt?" "Steht alles in dem Brief." . "Was steht in dem Brief?" "Daß ich bin keine Rose! Sollen Sie nicht an mir riechen, sondern sollen Sie mich lehren."
Eine Dirne in Tel Aviv geht mit einem Freier aufs Zimmer. Er zieht sich aus. Sie schaut ihn an: Blondes Haar, blaue Augen. Erstaunt fragt sie: "Bist du Jude?" "Nein", beteuert er. "Was du siehst ist Abnützung."
Der große Firmenboß ist in Tel Aviv aus dem Fenster gesprungen. Auf der Stelle war er tot. Seine schluchzende Sekretärin wird sofort von der Polizei vernommen. "Also, erzählen Sie uns alles über Ihren Chef", sagt der Polizist. "War er so ein netter", schluchzt sie. "Hat er mir geschenkt vor vier Wochen einen Brillantring. Vor drei Wochen hat er mir geschenkt ein Perlenhalsband. Vor zwei Wochen hat er mir geschenkt ein ganz neues Sportauto. Und heute, heute hat er gefragt: "Sarah, mein Schatz, sag mir, was kostet es, wenn ich möchte dich vernaschen." "Na?" fragt der Polizist, "und dann?" "Dann hab ich ihm gesagt: Die Herren aus dem Büro geben immer 20 Mark - und da ist er aus dem Fenster gesprungen."
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