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Sarah hat mit ihrem Mann zusammen viel Geld gemacht. Und angeben möchte sie nun auch. Sie geht in das feinste Porzellangeschäft, und sie kauft ein Service für zwölf Personen für 6000 Mark. "So", sagt sie, bevor das teure Porzellan eingepackt wird. "Und jetzt möchte ich noch, daß auf jeder Tasse, jedem Teller, jeder Schüssel, jeder Sauciere groß unser Name daraufgebrannt ist. Kohn." "Aber, gnädige Frau", sagt die Verkäuferin. "Das geht nicht." "So", sagt Sarah. "So, das geht nicht!" Sie nimmt einen Teller hoch. "Kohn geht nicht, gell? Aber hier steht Rosenthal - das geht?"
Moische wird von einer Polizeistreife in Tel Aviv angehalten - wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Der Polizist besieht sich, den Block unschlüssig in der Hand, den Wagen. "Also", sagt er, nachdem er eine Weile den Wagen von allen Seiten beguckt hat. "Also, wenn Sie mir sagen, wie Sie mit diesem alten Karren 140 fahren -dann verzichte ich auf eine Anzeige." "Oh, einfach, einfach", strahlt Moische. "Das sind nur die Reifen." "Die Reifen?" wundert sich der Polizist. "Ja", sagt Moische stolz. "Die Vorderreifen sind aus Ägypten und die hinteren aus Israel."
"Hallo, Isaak", sagt Uri. "Wie geht's dir denn?" "Ganz gut." "Und wie geht's deinem Sohn?" "Nuna", sagt der Angesprochene, "hat er ein Geschäft aufgemacht." "Ist ja prima. Was kriegt er denn da so?" "Zwei Jahre hat ihm der Richter gegeben."
Der Reisende kommt in Tel Aviv auf dem Flugplatz an. Er gibt dem Gepäckträger ein gutes Trinkgeld und sagt: "Können Sie mir sagen, wo ich mich am besten rasieren lassen kann?"' "Nun, ja", antwortet der Mann mit einem prüfenden Blick. "Werd ich glauben, am besten im Gesicht."
Grün ist Propagandist der israelischen Regierung und hält Volksreden in Tel Aviv. "Ich bin Israeli! Ich bin als Israeli geboren, und ich will leben als Israeli und sterben als Israeli." "He, Grün!" ruft der Blau aus der Menge. "Hast du denn gar keinen Ehrgeiz?"
"So", sagt der Beamte. "Sie wollen auswandern? Sie fühlen sich wohl als Jude bei uns nicht wohl?" "Doch. Es ist nicht wegen meiner Religion", sagt Isaak, "es ist wegen der Schwulen." "Wegen der Schwulen?" fragt der Beamte irritiert. "Ich wandere wegen der Homosexualität aus", gibt Isaak Silberstein zurück. "Aber das ist doch nicht die Möglichkeit!" ruft der Beamte. Und kann sich nicht fassen. "Doch", beharrt Silberstein. "Hören Sie, Herr Inspektor. Vor 40 Jahren gab's für die Homosexuellen die Todesstrafe. Vor 20 Jahren 10 Jahre Zuchthaus. Vor 10 Jahren fünf Jahre Gefängnis. Vor zwei Jahren ein Jahr Gefängnis auf Bewährung und seit einem Jahr ist es straffrei. Und da möcht' ich weg sein, bevor es zur Pflicht wird."
Grün und Isaak machen einen Ausflug in die Schweizer Berge. Den höchsten Gipfel wollen sie erklimmen. Sie sind fast oben - da reißt das Seil und hilflos hängen die beiden in der Wand. Zwölf Stunden vergehen. 16 Stunden. 24 Stunden. Schneestürme und Kälte drohen die beiden umzubringen. Vom Tal hat man das Drama beobachtet. Ein Hubschrauber der Schweizer Armee steigt auf. Unter Lebensgefahr nähert sich der Pilot der Wand, um die beiden Verunglückten zu retten. Noch anderthalb Meter sind die Flügel des Rotors von dem Felsen weg. "Nei,nei, neu" schreit Grün und winkt ab, als er Schweizer Hoheitszeichen, das Kreuz am Rumpf des Hubschraubers erblickt. "Kommen Sie nicht sammeln! Haben wir schon gegeben im Tal."
Kohn ist aufs Land gefahren. Er übernachtet in einer sehr, sehr einfachen Pension. Am andern Morgen kommt er wutentbrannt aus seinem Zimmer. "Hören Sie!" schreit er die Wirtin an. "Es sind ja Wanzen im Zimmer!" "Nuna", antwortet sie. "Wollen Sie für das Geld Nachtigallen haben?"
Familie Rosenstern ist - Vater, Mutter, Sohn - im Zoo. "Vaterleben", fragt Isaak. "Heiraten Kamele?" "Mein Sohn", sagt der Vater. "Weißt du - nur Kamele heiraten. " Der Vater erklärt alles über die Nützlichkeit der Kamele. "Und mußt dir merken: Kamele werden sein die einzigen Tiere, die wochenlang arbeiten können, ohne zu saufen." Atemlos hat der kleine Isaak zugehört. Jetzt fällt die Mutter ein: "Isaak, mein Leben! Und wenn du fragen würdest mich - ich kenne ein Kamel, das kann wochenlang saufen, ohne zu arbeiten."
Es war während der heißesten Zeit des Nahostkrieges. Der israelische Major steht vor der Front. "Soldaten!" ruft er. "Soldaten, jetzt ist die Stunde der Entscheidung gekommen! Jetzt gibt es keine Wahl mehr. Jetzt gibt es nur eines: Mann gegen Mann!" In dem Moment meldet sich der kleine Rekrut Eisenstein, der vor kurzem erst aus Deutschland eingewandert ist. "Bitte, Herr Major", sagt er. "Können Sie mir zeigen meinen Mann?" "Warum das?" "Nuna - vielleicht könnte ich mich gütlich mit ihm arrangieren."
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