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Sarah ist verzweifelt. "Mutterleben", sagt sie, "was soll ich machen? Liebe ich den Herschel und liebe ich den Kohn. Aber Herschel ist ein Säufer, und Kohn ist ein Schürzenjäger. Wen soll ich heiraten?" Die Mutter überlegt. "Nimm den Kohn", sagt sie. "Was, den Kohn, der jedem Rock nachläuft?" "Nuna", Sagt die Mutter. "Das mit dem Trinken wird von Tag zu Tag schlimmer. Aber die Schürzenjägerei wird sich eines Tages von selber aufhören."


Das geht nun schon seit drei Tagen so: Bei Sarah Rosenzweig klingelt ein Mann. Sowie sie öffnet, sagt er: "Haben Sie einen hübschen Körper?" Wütend schlägt Sarah jedesmal die Türe zu. Dann erzählt sie ihrem Mann davon. "Bleib doch zu Hause", bittet sie ihn. Er bleibt zu Hause. Und tatsächlich - es klingelt. Der Mann steht draußen. "Haben Sie einen hübschen Körper?" fragt der Mann. "Ja", antwortet Sarah Rosenzweig. "Ich habe einen sehr hübschen Körper." Sie ist mutig, weil ihr Mann alles mithört. "So", sagt der Fremde befriedigt und kratzt sich am Kinn. "Dann sagen Sie doch bitte Ihrem geehrten Herrn Mann, er möchte sich Ihres Körpers bedienen und nicht dauernd mit meiner Frau schlafen."


"Isaak, bist du reich geworden", sagt neidisch Grün, als er Isaak mit einem Rolls Royce vorfahren sieht. "Hab bekommen Geld von der Versicherung." "Ist dir abgebrannt deine Fabrik?" "Hatte ich gar keine Fabrik." "Wie kommst du zu dem Geld von der Versicherung?" "Bin ich mit dem Zug gefahren, und der Zug ist entgleist." "Und?" sagt Grün. "Hast bekommen eine Entschädigung für deine Verletzung?" "Nee", sagt Isaak. "Aber in dem moment, als ich gemerkt habe, der Zug geht runter von die Schienen, da habe ich meiner Frau das Gesicht eingedroschen."


Isaak Silberstein liegt im Sterben. "Schreib, schreib", flüstert er seinem Sohn zu. "Rosenzweig schuldet uns 9ooo Mark." Der Sohn schreibt. "Palmenzweig schuldet uns 15 ooo Mark." Der Sohn schreibt. "Tannenbaum schuldet uns 17 ooo Mark." Der Vater macht einen tiefen Seufzer, es wird der letzte sein. "Vaterleben!", ruft der Sohn. "Und was sind unsere Gläubiger?" "Die werden sich melden", sagt der Vater und schließt die Augen für immer.


"Sarah", fragt Vater Grünspan streng. "Woher willst du wissen, daß Uri will dich heiraten?" "Nuna", sagt Sarah, "wenn ich mit ihm gehe einkaufen, findet er immer die billigsten Kleider nett."


Moische hat ein sehr großes Geschäft eingefädelt. "Wenn das Geschäft in Ordnung kommt", schwört Moische, "dann werde ich katholisch. Dann kriegst du einen wunderschönen Sportwagen", sagt er zu seinem Sohn. "Und dir, meine liebe Frau, kaufe ich einen Pelzmantel und den teuersten Brillantring, den ich in der Stadt finden kann." Das Geschäft gelingt. Moische läßt sich taufen. Als er nach Hause kommt, eilen ihm Sohn und Frau jubelnd entgegen. "Wo ist mein Sportwagen?" ruft der Sohn. "Wo ist mein Pelzmantel, mein Brillantring?" ruft Moisches Frau. "Typisch, Typisch", sagt Moische. "Das ist der Grund für den Antisemitismus: Immer werden die Christen von den Juden angebettelt."


Blau und Grün treffen sich auf der Straße. Als was arbeitest du denn jetzt?" fragt Grün. "Ich bin Kunstschütze", sagt Blau. "Prima", freut sich Grün. "Vielleicht kannst du mir was vorschießen und wenn's bloß 100 Dollar sind."


"Isaak", fragt der Rabbi. "Kennst du das Geheimnis vom langen Leben?" "Nee, Rabbi," "Man sollte jeden Tag ein paar rohe Knoblauchzehen essen." "Nuna, Rabbi - wie soll das bleiben ein Geheimnis?"


Da ist eine große Party im Gange. Und Isaak unterhält die ganze Gesellschaft, sogar Bauchreden kann er. Da tritt die Junge, Schöne und sehr Freigebige auf ihn zu und sagt: "Ach, Isaak! Wie Sie das machen. Wie wäre ich glücklich, wenn ich das auch machen könnte." "Wissen Sie, Fräulein", sagt Isaak, "es ist ein großes Geschenk Gottes, daß Ihr Bauch nicht reden kann."


"Werden wir pleite gehen", prophezeit .Grün seinem Partner Blau. "Haben wir 10 000 Hosen im Lager, und keiner will sie kaufen." "Nu, machen wir einen Trick", sagt Blau. "Schicken wir an alle unsere Kunden ein Paket mit 10 Hosen. Auf die Rechnung schreiben wir acht. Da denken die, wir hätten uns verrechnet und werden die Hosen nehmen." "Du bist ein Genie, was ein Genie!" ruft sein Partner. Die große Aktion läuft an, Blau geht in Urlaub. Als er zurückkommt, hockt Grün verzweifelt am Schreibtisch. "Hat es geklappt, wie ich es gedacht habe?" fragt er besorgt. "Da", sagt Grün und weist auf einen großen Haufen Pakete. "Tausend Geschäftsleute haben zurückgeschickt jeder acht Hosen."


Ein Rabbi und ein katholischer Priester unterhalten Sich. "Wissen Sie", sagt der katholische Priester spitz. "Ich hab diese Nacht geträumt, ich wäre im Paradies der Juden: "Überall Müllhaufen und voll von nach Knoblauch stinkenden Menschen. Pfui Teufel noch einmal, wie es da zuging!" "Nuna", sagt der Rabbi. "Hören Sie, hat sich gut getroffen die ganze Sache! Hab ich diese Nacht geträumt vom christlichen Paradies. Und alles war schöner Rasen. Und da waren Rosen und Nelken und Bäume haben geblüht. Alles blitzsauber und ruhig." "Sehen Sie", triumphiert der katholische Geistliche. "Da können Sie doch nichts dagegen sagen?" "Nee, nebbich nicht", sagt der Rabbi. "Das einzige, was möcht' mich haben gestört: Kein Mensch war dort."