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Isaak und Blau wandern durch den Schwarzwald. Es ist schön, die Sonne scheint, das Klima ist mild. Plötzlich läßt ein Vogel etwas fallen, genau auf Isaaks Kopf. "Siehste", sagt Isaak zu seinem Freund Blau. Das ganze Land ist antisemitisch." "Wieso?" "Nuna - für die Christen singen sie."


"Hallo, Uri", begrüßt Daniel seinen Freund. "Was ich dich fragen wollte, warst du eigentlich schon mal in Tokio?" "Ich? In Tokio? Nein. Niemals im Leben." "Da müßtest du doch den Bankier Rosenheimer gut kennen." "Warum soll ich den gut kennen?" "Nun, nebbich - weil er auch noch nie war in Tokio."


Isaak ist beim Arzt. Mit Zittern hat er seine Untersuchung verfolgt. "Doktorleben", sagt er. "Sind Sie ehrlich. Was habe ich in diesem Leben als nächstes Schweres zu erwarten?" "Ganz einfach", sagt der Arzt. "Die Rechnung."


Zwei Frankfurter Juden unterhalten sich: "Was meinst du, Grün", fragt der eine. "Wieviel Juden wird's auf der Welt geben?" "Na ja, an die 15 Millionen." "Mh", sagt Blau, "und wieviel Chinesen?" "Oh, 850 Millionen." "Komisch, komisch", sagt Blau, "man sieht eigentlich sehr wenig Chinesen."


Isaak bekommt seinen Lohn ausbezahlt. Er prüft die Lohntüte - siehe da, 20 Dollar zuviel. "Nuna", sagt er und steckt es ein. Nächste Woche bekommt er wieder seine Lohntüte. Er zählt nach - und 20 Dollar zuwenig. Sofort rennt er zum Lohnbüro. "Hören Sie, guter Mann!" ruft er. "Haben Sie mir gegeben 20 Dollar zuwenig diese Woche." "Die Leute vom Lohnbrüo überprüfen und entdecken, daß in der Vorwoche 20 Dollar zuviel in der Tüte war. "Warum haben Sie sich nicht schon vorige Woche gemeldet?" fragt der Mann vom Lohnbüro Isaak. "Nuna", sagt Isaak. "Sind wir alle nur Menschen -macht sich jeder einen Fehler. Aber zwei Fehler in zwei Wochen - das ist zuviel."


Isaak ist der größte Konservenfabrikant in Israel. Nur ein einziges Töchterchen hat er. Die Sarah heiratet einen Rechtsanwalt. Es dauert keine zwei Stunden, und schon gibt es einen furchtbaren Ehekrach. Töchterchen Sarah kehrt mit Sack und Pack in das elterliche Haus zurück. Sofort ruft der Vater seinen Schwiegersohn an. "Hab ich Sarah wieder auf den Weg geschickt", sagt der. "Weil sie ist keine Jungfrau." "Nun, wenn sie mich verlassen hat, warum willst du sie zurückschicken?" "Hast du Jura studiert oder nicht?" fragt Isaak. "Natürlich habe ich." "Dann nimm Sarah sofort wieder ins Ehebett!" "Warum?" "Du müßtest wissen", sagt Isaak, "daß ich angebrochene Büchsen nur zurücknehme, wenn der Inhalt verdorben ist."


Moische geht in eine christliche Schule, in einer sehr christlichen Gegend. Der Religionslehrer will unbedingt auch den kleinen Isaak davon überzeugen, daß die von ihm vertretene Religion die beste ist. "Sagt mal, Kinder, wer war der Größte in der Geschichte der Menschheit? Wer es weiß, bekommt 10 Mark von mir." "Albert Einstein!" ruft der kleine Hans. "Falsch." "Napoleon!" ruft Fritz. "Falsch." Isaak springt auf. "Nun Isaak?" fragt der Religionslehrer. "Wer war denn der Größte in der Geschichte der Menschheit?" "Der Größte in der Geschichte der Menschheit", sagt Isaak schnell, "war Jesus Christus." "Brav, brav", lobt der Lehrer und gibt ihm die versprochenen 10 Mark. "Sag mal Isaak, ich habe gedacht, du bist jüdischen Glaubens und würdest Moses für den Größten halten." "Nuna", sagt da Isaak und steckt die 10 Mark genüßlich ein. "Half ich auch Moses für den Größten - aber Geschäft ist Geschäft."


Isaak ist Kapitän und Moische ein Rechtsanwalt. Und Freunde sind sie beide. Jetzt muß Isaak auf eine lange Seereise gehen. "Hör zu, Moische", bittet er seinen Freund, den Rechtsanwalt. "Achte auf meine Frau." "Isaak", sagt der andere. "Kannst dich darauf verlassen." Nach elf Monaten kommt Isaak wieder - und erfährt, daß seine Frau intime Beziehungen mit Moische gehabt hat - und daß das Kind schon da ist. "Strafen werde ich dich nach dem Seerecht!" ruft Isaak und greift nach dem Messer. "Du kennst das Seerecht: Du weißt, daß jeder seine Rute verliert, der in fremden Gewässern fischt." "Sehe ich ein", sagt Moische. "Aber schau - das Haus in dem ich mit deiner Frau war, war kein Seehaus, sondern ein Landhaus. Und nach dem Landrecht gilt was anderes: Wer auf fremden Boden säet verliert seinen Samen. Die Frucht allerdings gehört dem Eigentümer."


"So! So!" tobt Isaak seine zweite Frau an. "Betrügst du mich! Und gesagt hast du, bevor wir sind gegangen zum Heiraten, du heiratest aus Liebe." "Isaak", sagt Sarah. "Habe ich dich geheiratet aus Liebe." "So, was liebst du denn?" "Nuna - liebe ich dein Bankkonto, liebe ich deinen Sportwagen, liebe ich deine Yacht - und liebe ich deinen Sohn."


Isaak hat sein Weib begraben. So ganz recht traurig ist er doch nicht, weil sie ihn doch ein Leben lang sehr geplagt hat. Nun steht er mit dem Rabbi am Grab. Der Rabbi sagt gerade die passenden Worte -da zieht ein Gewitter auf. "Nun wird die liebe Frau schon im Himmel sein, bei Jehova!" ruft der Rabbi gerade, als das Gewitter losbricht, mit großen Hagelstücken. Zwei Hagelstücke treffen Isaak genau auf den Kopf. "Recht hast du, Rebbeleben", sagt Isaak mit einem wehleidigen Blick zum Himmel. "Oben ist sie."