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Ein Palästinenser und ein Jude treffen sich in Tel Aviv. Sie sitzen zusammen an der Bar des Hotels. "Na", sagt der Jude, "wie gefällt Ihnen unsere Stadt?" "Nicht schlecht, nicht schlecht", sagt der Palästinenser. "Aber, um mal das Thema zu wechseln, wie gefällt Ihnen unser Land?"


Isaak ist nach Amerika eingewandert und möchte reich werden. Ein paar Kenntnisse hat er mitgebracht. So macht er sich auf einer Party an einen Bankier heran."Hören Sie, Mister Bankier", sagt er. "Wollen Sie kaufen eine Krawattennadel mit einem hellen, reinen, lupenreinen Diamanten?" "Ich habe keinen Bedarf." "Der Diamant hat mindestens drei Karat." "Nein." "Und werd ich Ihnen einen guten Preis machen. Normalerweise müssen Sie zahlen 5o ooo und Sie können's kriegen für 10 000." Jetzt wird der Bankier aufmerksam. "Kann ich die Nadel sehen?" "Ich habe sie nicht bei mir", sagt Isaak. "Aber ich kann sie Ihnen zeigen." "Wo?" "Wenn Sie ganz langsam drehen den Kopf - sehen Sie dahinten den Mann mit der roten Krawatte? Da steckt sie drin."


Blau wandert nach Amerika aus, und er läßt sich bei einer New Yorker Busgesellschaft als kassierender Busschaffner anstellen. "Also", sagt der Direktor. "Sie fahren also die Linie 81 nach Bronx." "Jawohl, Herr Direktor." Nach zwei Stunden kommen die ersten empörten Anrufe: Wo bleibt der Bus der Linie 81? Niemand weiß es. Die Anrufe häufen sich. Lange Schlangen stehen an den Bushaltestellen, kein Bus kommt. Zehn Stunden sind vergangen. Schließlich kommt Blau zurück. "Sind Sie verrückt geworden, Mensch?" tobt der Direktor. "Das Telefon steht nicht still, weil sich die Leute beschweren, wo der Bus 81 bleibt. Wo sind Sie denn gewesen?" "Hören Sie, Herr Direktor", sagt Blau. "Das Geschäft müssen Sie schon mir überlassen: War es auf der Linie nach Bronx schlecht. Da bin ich lieber gefahren zwölf mal den Broadway."


"Hast du aufgemacht ein neues Geschäft, Moses?" fragt Isaak. "Wie geht's?" "Ein."


Es geht nicht anders: Isaak Palmenzweig und der Deutsche Wilhelm Müller müssen zusammen in Paris in einem Zimmer übernachten. Alle anderen sind besetzt. "Sagen Sie, Herr Nachbar", fragt Isaak vor dem Schlafengehen, "hat sich meine Frau vergessen, den Schlafanzug einzupacken. Könnten Sie mir einen borgen?" "Bitte schön", sagt der Deutsche. "Nehmen Sie den blauen aus meinem Koffer." "Danke schön." Nach weiteren zwei Minuten sagt Isaak: "Entschuldigen Sie bitte, Herr Nachbar: Hat sich Sarah, die meine Frau ist, vergessen, meine Seife einzupacken. Könnt' ich nehmen Ihre Seife?" "Bitte schön, bedienen Sie sich, da liegt meine Seife!" "Danke auch schön!" "Isaak wäscht sich ausgiebig. Dann schaut er sich suchend um. "Bitte schön, Herr Nachbar: Hat Sarah, die mein Weib ist, vergessen meine Zahnbürste. Könnte ich..." "Nein, das kommt überhaupt nicht in Frage", unterbricht ihn der Deutsche. "Hab' ich mir gedacht!" ruft Isaak. "Sind doch alle Deutschen Antisemiten!"


Um dem ewigen Streit aus dem Wege zu gehen, beschließen die katholische Kirche und der jüdische Staat ein Fußballspiel auszutragen. Wer gewinnt, soll das Recht haben zu entscheiden, wie die Geschichte mit Jesus wirklich war. Die einzige Bedingung: Auf der katholischen Seite dürfen nur Priester spielen und auf der israelischen Seite nur Rabbis. Der Papst stellt die Fußballmannschaft zusammen. Der israelische Mannschaftsführer kommt. "Ich hoffe", sagt der Papst, "Sie haben nichts dagegen, daß wir einen deutschen Mittelstürmer haben?" "Wer ist denn das?" "Oh", sagt der Papst, "das ist Monsignore Gerd Müller." "Oh, wissen Sie, Herr Papst", sagt der jüdische Mannschaftsführer, "das macht nichts. Unser Rabbi Beckenbauer wird ihn schon halten."


Der jüdische Bankier liegt im Sterben. 39,5 Fieber hat er. Jetzt 40. Nun 40,5. Der Arzt steht da, schaut nach dem Fieberthermometer und schüttelt den Kopf: "40,9", sagt er, "das ist hoffnungslos." Da richtet sich der Todkranke auf und flüstert: "Bei 41 wird verkauft."


Der ungeheuer reiche Bankier Silberstein war gestorben. Ein riesiger Begräbniszug geleitet den Millionär zur letzten Ruhe. Isaak geht direkt hinter dem Sarg. Und er weint und er schluchzt zum Gotterbarmen, die Tränen rinnen ihm über die Wangen, fallen auf seinen Hemdkragen. Einer der Trauernden kann diesen Schmerz nicht fassen und wendet sich teilnahmsvoll an ihn: "Sie weinen so heftig, Sie gehören wohl zur Familie?" "Nein", schluchzt Isaak. "Ich gehöre nicht zur Familie, deshalb weine ich."


Silberstein steht am Grab seiner Frau. "Geliebtes Wesen", schluchzt er. "Würde ich geben meine Hand und mein Bein, wenn ich dich noch einmal sehen könnte im Leben." Während seines Schluchzens rührt sich am Fuße des Grabes ein Maulwurf, wirft einen Hügel auf und sofort setzt Silberstein den Fuß auf den Hügel. "Nuna", sagt er besänftigend. "Spaß wird man doch machen dürfen."


Auf dem Bahnhof von Haifa hält eine junge Frau ein schwarzgelocktes Kind mit großen grünen Augen auf dem Schoß. Ein Rabbi kommt vorbei. "Was für ein wunderschönes Kind!" ruft er. "Was für wunderschöne Haare. Hat es die vom Vater?" "Weiß nicht", entgegnet die Mutter. "Wieso weißt du das nicht, gute Frau?" "Ist passiert am Sabbat, er hat den Hut aufbehalten."


Moische fragt Isaak: "Kannst du mir leihen eine Mark? Hab ich vergessen mein Geld und möcht' ich fahren mit die Straßenbahn." "Geht nicht", bedauert der andere. "Hab ich nur 20 Mark." "Wird sich einrichten lassen", antwortet Moische. "Nehm ich eben Taxi."


Isaak verkauft Grünspan ein Auto. "Gibst du mir 1000 Pfund", verlangt er. "Und wo ist das Auto?" "Mußt es dir abholen." "Wo?" "Fährst du über die große Brücke. Kennst du doch?" "Ja." "Dann siehst du rechts stehen eine große Pappel." "Ja." "Und dort vor steht's Auto." Isaak kassiert sofort die 1000 Pfund. Am Nachmittag ist Grünspan wieder da. Wutentbrannt. "Hund! Du Halunke! Hast du mich betrogen!" "Hast du nicht gefunden die Brücke?" "Natürlich habe ich gefunden die Brücke." "Hast du nicht gefunden die Pappel?" "Natürlich hab ich gefunden die Pappel", tobt Grünspan. "Aber das Auto war nicht da." "Nuna", sagt Isaak. "Auf zwei Wahrheiten ist eine Lüge handelsüblich."