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Herschel beobachtet Moische, wie der dauernd ausspuckt. "Warum spuckst denn aus, Moische?" "Spuck ich auf Moses." "Auf Moses?" ruft Herschel entsetzt. "Wie kannst du spucken auf Moses? Hat er doch unser auserwähltes Volk rausgeführt aus Ägypten!" "Deswegen spuck' ich ja", antwortet Moische. "Hätt' er uns nicht geführt, hätten wir jetzt einen englischen Paß."
Blau trifft seinen Freund, den Grün. "Nu, Grün, wie geht's dir?" "O danke, es geht mir gut. Ne schöne Wohnung habe ich, ne schöne Wohnung. Willst mich besuchen, kommste ans Haus, nimmst den rechten Ellenbogen ... klingelst oben ... drück ich auf den Knopf ... brauchste dich bloß noch mit der Schulter gegen die Tür zu lehnen ... biste drin ... kommst zwei Treppen hoch ... nimmst den linken Ellenbogen und drückst..." "Ja, sag mal, warum soll ich denn dauernd mit dem Ellenbogen drücken?" "Aber du wirst doch nich kommen mit leere Hand!"
Ein jüdischer Vater geht mit seinem Sohn durch Rom. Sie kommen zum Vatikan. Dort staunt der Junge über die vielen großen Autos. Er fragt den Vater auch, warum die alle so gute Autos hätten. Darauf der Vater: "Gute Konjunktur. Sie haben angefangen mit einem Esel."
Ein katholischer Pfarrer und ein Rabbi unterhalten sich. Der katholische Priester protzt: "Mein Gott hat zum Beispiel die Alpen geschaffen und die Dolomiten gebaut." "Das ist doch gar nichts", beteuert der Rabbi. "Kenne Sie das Tote Meer? Mein Chef hat es umgebracht."
Moische Silberstein geht in New York spazieren. Er kommt an einer Eisdiele vorbei. "Prima Speiseeis, das beste in Amerika!" preist ein Schild. "Erdbeer, Him-beer, Nuß, alles was Sie wünschen." Und darunter steht in genauso großer Schrift: "Juden Zutritt verboten. Der Besitzer: Ephraim Goldstein." Wütend geht Moische in die Eisdiele. "Hören Sie", sagt er. "Sind Sie der Besitzer?" "Ja." "Heißen Sie Ephraim Goldstein?" "Ja." "So!" triumphiert Moische. "Nun können Sie mir sagen, warum Sie sind Antisemit und schreiben >Juden Zutritt verboten
Moische geht über die Straße, auf der Bauarbeiten verrichtet werden. In der Mitte der Straße ist ein tiefes Loch. Fünf Meter tief. Er schaut hinein - und sieht Kohn unten sitzen. "Kohn!" ruft er. "Kohn, was machst du da? Bist du reingefallen?" "Nuna", erwidert Kohn. "Werd ich hier wohnen?"
Moisches Sohn studiert an der Universität im fünften Semester Medizin. Und er wirft mit Fachausdrücken nur so um sich. Auch über Sexualität. "Hör mal, Moische", sagt der Vater. "Habe ich dich nicht aufgezogen, habe ich dich nicht studieren lassen, daß du deine Mutter verdirbst mit solche Worte wie: Abtreibung, Onanie und Nymphomanin!" "Aber Papaleben", sagt Moische. "Was soll ich den sagen zum Beispiel für Abtreibung?" "Das ist eine entfernte Verwandschaft." "Und Onanie?" "Das ist - das ist Liebe an und für sich." "Aha", sagt der Sohn. "Aber wie willst du übersetzen Nymphomanie?" "Ganz einfach", sagt Moische. "Zwangsläufig."
Bankier Silberstein ist außer sich vor Wut. "Hören Sie, Sarah", sagt er. "Habe ich heute morgen erfahren, daß Sie sich gestern abend verlobt haben mit meinem Sohn. Wäre es nicht gewesen ehrlich und anständig, wenn Sie mich zuerst gefragt hätten?" "Nun", sagt die frische Braut. "Hören Sie zu, guter Silberstein: Hab ich zwar lange geschwankt, aber dann habe ich mich doch entschieden für den Jüngeren."
Isaak ist Drogist. Er kommt aufgeregt ins Hinterzimmer, wo seine Frau Sarah ist. "Sarah", flüstert er. "Sarah, möchtest du bitte sein so gut zu kommen die nächsten zenn Minuten nicht in Laden." "Warum, Isaak?" fragt sie. "Hab ich einen Interessenten für unseren Restposten Schönheitscreme."
Moische findet in Tel Aviv keine Arbeit. Der einzige Job, der ausgeschrieben ist, ist der eines Rettungsschwimmers. Er meldet sich. "Also, Moische, kannst du schwimmen?" fragt der Stadtrat. "Nein", sagt Moische. "Nein, aber ich schwor's dir - waten kann ich wie ein Verrückter."
Isaak will heiraten. Und er geht zum Schadehen, dem jüdischen Heiratsvermittler. "Möcht ich haben ein junges, liebevolles Weib. Unschuldig, keine Familie", bittet er. Und schon nach zwei Tagen bekommt er eine Braut vorgeschlagen. "Der Vater ist tot", berichtet der Schadehen. Isaak heiratet das Mädchen. Nach zehn Tagen stürmt er wutentbrannt in das Zimmer des Schadchens. Er haut mit beiden Fäusten auf den Tisch und schreit: "Hab' ich nicht gesagt, ich möcht ein Mädchen haben ohne Familie?" "Ja?" "Und was hast du gesagt? Du hast gesagt, der Vater ist nicht mehr am Leben. Und was erfahr' ich jetzt? Ihr Vater ist im Zuchthaus für lebenslänglich!" "Nuna", sinnt der Schadehen und faltet die Hände. "Nu frag' ich dich, Isaak - ist das ein Leben?"
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