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Im Gefängnis von Tel Aviv treffen sich zwei Lebenslängliche. "Warum bist du hier?" fragt Moische. "Mord. Und du?" fragt Kohn. "Wegen dem Umzug." "Wieso wegen dem Umzug?" "Sind meine Frau und ich umgezogen von Tel Aviv nach Haifa." "Dafür hast du lebenslänglich bekommen? Nicht möglich." "Nein", sagt Moische. "Aber nach drei Tagen habe ich festgestellt, daß in Haifa derselbe Briefträger wie in Tel Aviv gebracht hat die Post. Aber nur einmal."


Kohn will reich werden. Nicht nur reich, Millionär, Milliardär. Er ackert und rackert und vergißt darüber ganz seine junge Frau. Das bereitet ihm Gewissensbisse. Eines Mittags, während er sonst immer durcharbeitet, geht er Punkt 12 Uhr nach Hause. Er kommt an. Was sieht er? Sarah liegt im Bett mit einem fremden Mann. "Wie!" ruft er. "Das ist unerhört! Wer sind Sie überhaupt?" "Richtig, richtig", wendet sich Sarah an den Mann. "Würden Sie bitte so freundlich sein und mir sagen Ihren Namen?"


"Ich kann nicht mehr", klagt Moische dem Kohn. "Warum nicht?" "Nichtsnutzige Kinder hat man gesetzt in die Welt. Besonders mein ältester Sohn." "Gehorcht er denn nicht?" "Noch viel schlimmer, noch viel schlimmer", sagt Moische. "Er kommt in mein Geschäft, macht die Kasse auf, nimmt die Hälfte der Tageseinnahmen heraus, greift sich ein Mannequin und verschwindet." "Ui, ui", sagt Kohn. "Das mit der Kasse ist schlimm. Aber das mit dem Mannequin - das ist doch normal." "Nee", stöhnt Moische. "Verstehst du denn - ich bin Herrenausstatter."


Der Chefredakteur der größten Tel Aviver Zeitung ist ein wichtiger Mann. Alle hofieren ihn. Nun erscheint er in der Oper. "Du, Kohn", sagt Moische. "Sehe ich deinen Chefredakteur mit einer jungen, hübschen Dame. Ist es seine Frau?" "Nebbich, wo denkst du hin?" antwortet Kohn. "Das ist die heutige Abendbeilage."


"Die Jugend ist vollkommen verdorben", sagt Moische zu seinem Freund. "Wie kommst du darauf?" "Die meisten lügen von dem Tag an, wo sie sprechen können." "Also - das ist ein bißchen zu stark!" "Doch, doch", beteuert Moische. "Ich kenne eine ganze Menge Kinder, die sagen zu einem Mann Vater - der kann's gar nicht gewesen sein."


70 Jahre ist Herschel und 80 ist Kohn. Und nun trifft Herschel den Kohn auf der Straße. "Kohn! Kohn, mein Freundesleben! Habe ich dich zwei Jahre nicht gesehen. Wo bist du gewesen?" "War ich im Gefängnis." "Im Gefängnis? Hast du Alkohol getrunken beim Fahren?" "Nein." "Hast du gemacht betrügerischen Bankrott?" "Nein." "Wofür warst du denn im Gefängnis?" "Wegen Vergewaltigung." "Vergewaltigung?" wundert sich Kohn. "Bei deinem Alter! Das möcht' doch nicht wahr sein!" "Unter uns gesagt, ist es nicht wahr. Aber habe ich mich so geschmeichelt gefühlt, daß ich nicht wollte widersprechen vor Gericht."


Blau studiert den Talmud. Er trifft Grün. "Grün", fragt er. "Kannst du mir sagen, warum Moses gezogen ist mit unserem Volk, dem auserwählten, durch das Rote Meer?" "Natürlich", sagt Grün. "Weil er sich nicht getraut hat mit der ganzen Mischpoke über die Landstraße."


"Ja, so was!" stürzt der Kohn auf den Isaak zu. "Hab ich dich seit fünf Jahren nicht gesehen. Hier hast du deine zehn Dollar wieder, die ich mir vor fünf Jahren von dir geborgt habe." "Kannst sie behalten", sagt Kohn. "Hab keine Lust meine Meinung über dich zu ändern."


Grünspan schluchzt zum Herzerbarmen. "Mein armes Weib, meine arme Sarah! Was soll ich tun? Mein Schmerz überwältigt mich!" schreit er am Grab seiner Frau. Hilfreiche Freunde bringen ihn zum Ausgang. Und dann - nachdem sie ihn allein haben gehen lassen, machen sie sich Sorgen um ihn. Zwei seiner Freunde gehen zu Grünspan ins Haus. Die Haustür ist offen, sie gehen ins Haus - und finden Grünspan nackt in der Armen seiner Schwägerin auf dem Divan. "Grünspan!" ruft einer seiner Freunde. "Vor drei Stunden hast du deine Frau begraben!" "Weiß ich das, weiß ich!" schluchzt Grünspan auf. "Aber weiß ich nicht, was ich tue in meinem Schmerz!"


Isaak fährt im Bus. Er hat sich recht breit gemacht auf seinem Sitzplatz. Sein Nachbar auf der Zweierbank sagt: "Also, kannst du nicht rücken ein Stückchen, damit die müde Frau neben dir auch ein Plätzchen findet?" Er deutet auf die Frau, die neben Isaak steht. "Reingefallen", schmunzelt Isaak, "das ist meine Alte. "


Silberstein ist beim Arzt, der hat ihn gründlich untersucht. "Nun", fragt der Arzt. "Werden Sie können bezahlen die Operation, wenn ich sie für nötig halte?" "Doktorleben", sagt Silberstein. "Wenn ich sie nicht bezahlen kann, die Operation, werden Sie sie für nötig halten?"